Günstiges Smart Home System für Smart Gardening im Eigenbau

Smart Gardening ist gerade voll im Trend. Klar, denn die Vorteile den Garten automatisch bewässern zu lassen liegen auf der Hand:

  • Effektive Bewässerung in den frühen Morgenstunden, die eine optimale Wasserzufuhr ohne Verdunstung gewährleistet.
  • Geringerer Wasserverbrauch durch einstellbare Bewässerungszeit.
  • Integration weiterer Sensoren wie Regenmesser und Bodenfeuchtigkeitssensor.
  • Keine Urlaubsvertretung mehr notwendig ;-).

Allerdings sind die Kosten für den Einsteig in das Smart Gardening nicht zu unterschätzen. Komplettsysteme von Gardena kosten mehrere Hundert Euro und man landet schnell im oberen dreistelligen Bereich.

In diesem Blog-Eintrag möchte ich mein Smart Gardening mit geringeren Einstiegskosten vorstellen.

Verwendete Produkte:

Einrichtung des Smart Home Gateways:

  • Zuerst verbinden wir die Zentraleinheit 2 mit einem LAN-Kabel mit einem WLAN-Access-Point. Diesen können wir dann verwenden um die Zentraleinheit 2 über WLAN zu verbinden. Für die Erstinstallation ist aber eine LAN-Verbindung erforderlich.
    Der Access-Point muss keine Verbindung mit dem Internet herstellen können. Die Zentraleinheit 2 funktioniert auch komplett lokal.
  • Danach laden wir uns die TechniSat CONNECT App aus dem Play (Android) bzw. App-Store (iOS) aufs Smart Phone bzw. Tablet.
  • Damit die App die Zentraleinheit finden kann, müssen wir unser Mobilgerät mit dem WLAN des Access Points verbinden.
  • Nachdem wir die App gestartet haben, aktivieren wir über den „+“ Button unten rechts das Modul „SMART HOME“.
  • Nach dem Betreten dieses Moduls sollte die Zentraleinheit unter dem Punkt „Verfügbare Zentraleinheiten“ auftauchen.
  • Wir wählen den Eintrag aus und lassen uns durch den Installationsassistenten führen.
  • Hinweis: Wer die Zentraleinheit nur lokal ohne Fernzugriff betreiben will, kann als E-Mail-Adresse eine willkürliche Adresse verwenden.

Einlernen der Schaltsteckdose:

  • Nachdem die Zentraleinheit 2 eingerichtet wurde, können wir dem dem Hinzufügen des Zwischensteckers 3 beginnen. Wir verwenden diese Steckdose später zur Steuerung des Magnetventils.
  • Zum Hinzufügen, tippen wir im SMART HOME Bereich unten rechts auf den Button mit dem Schraubenschlüssel und wählen „Geräte verwalten“. Da es sich um ein Z-Wave-Gerät handelt, wählen wir als nächstes diese Option und als Gerät den „Zwischenstecker 3“.
  • Die App leitet uns wieder durch einen Installationsassistenten, mit dem die Einrichtung des „Zwischenstecker 3“ kein Problem darstellen sollte.

Zusammenbau von Verteiler und Ventil:

  • Zunächst verbinden wir den Wasser-Verteiler mit dem Wasserhahn, damit wir unkompliziert weitere Wasserkreisläufe hinzufügen können und weiterhin die Möglichkeit haben „manuell“ über ein Wasserschlauch zu gießen.
  • Danach stecken wir auf das 1m Schlauchstück jeweils auf beiden Seiten einen Schlauchverbinder.
  • Damit wir das andere Ende auch mit dem Magnetventil verbinden können, müssen wir auf das Magenetventil ein Reduzierstück schrauben. Das Ganze sollte mit Hanf oder Teflon abgedichtet werden.
  • Auf das Reduzierstück wir dann ein Hahnverbinder geschraubt. Dieser kann dann wiederum ohne Probleme auf das Schlauchverbinderstück gesteckt werden:
  • Auf der anderen Seite des Magnetventils schrauben wir ebenfalls wieder ein Reduzierstück und einen Hahnverbinder.
  • Auf diese Seite können wir dann das Verbindungsstück des Schlauchsystems stecken.
  • Zur Befestigung des Konstrukts habe ich ein paar einfache Gartengeräte-Halterklemmen verwendet.

Verbindung von Magnetventil mit Zwischenstecker:

  • Nachdem das Magnetventil für den Einsatz vorbereitet wurde, können wir es mit den Zwischenstecker verbinden und mit Spannung versorgen:
    • Beim Einschalten des Zwischensteckers öffnet sich das Ventil, beim Ausschalten schließt es sich wieder. Genau das was wir für die Bewässerung benötigen.
  • Das Magnetventil ist für den Außeneinsatz gedacht und wasserfest. Allerdings nicht die Schaltsteckdosen. Dafür verwende ich eine zertifizierte Outdoor Strom-Box wo sämtliche Stromkomponenten sicher verstaut werden können:

Verlegung des Schlauchsystems:

  • Die Verlegung des Schlauchbewässerungssystems sollte vorher gut geplant werden. Am besten legt man sich den Schlauch vorher großzügig aus, bevor man die Schere ansetzt und die Sprühdüsen verbaut:
  • Man sollte beachten, nicht mehr als 8 Sprühdüsen pro Kreislauf zu installieren, da sonst der Wasserdruck nicht ausreicht.

Einrichtung von Bewässerungsplan:

  • Mit der TechniSat Connect APP können wir nun den Zwischenstecker 3 einschalten und testen, ob das Magnetventil korrekt öffnet. Natürlich sollte man beim 4-Wege-Verteiler auch (nur) das entsprechende Ventil öffnen.
  • Wenn alles korrekt verbaut und abgedichtet wurde und das Wasser durch das Schlauchsystem läuft, können wir mit der Einrichtung von Bewässerungsplänen fortfahren.
  • Dazu tippen wir rechts unten auf den Button und wählen „Neue Szene anlegen“.
  • Als „WENN“-Bedingung kann nur ein Zeitpunk gewählt werden. Hier wählt man am besten eine Uhrzeit in den frühen Morgenstunden. Alternativ kann man die Zeit auch dynamisch an den Sonnenaufgang koppeln.
  • Als „DANN“ Bedingung verwenden wir das Einschalten des Zwischensteckers (bei mir mit dem Namen „Bewässerung“) und als weitere Aktion das Ausschalten nach 15 Minuten.

Fazit:

  • Mit etwas Bastelaufwand kann man auch mit einfachen und günstigen Komponenten ein Smart Gardening System aufbauen. Man ist hierbei komplett unabhängig von Komplettlösungen wie Gardena und kann das System Schritt für Schritt erweitern.

Im nächsten Teil des Projekts werde ich zeigen, wie man das System geschickt mit einem Regenmesser koppelt, damit nur dann bewässert wird, wenn es nicht geregnet hat.
Weiterhin werde ich erklären wie man das System auch über die Ferne von Zuhause oder im Urlaub steuern kann.

Bei Fragen nutzt gern die Kommentarfunktion.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.