Netflix, Amazon Prime und Sky Go auf dem Odroid C2 mit LibreELEC nutzen

EDIT vom 20.01.2018: 

  • Wie schon in den Kommentaren erwähnt, ist es notwendig, für die Funktionalität die sogenannte „libwidevinecdm.so“ Bibliothek herunterzuladen. Beim Schreiben des Eintrags habe ich das leider vergessen – sorry dafür.
  • Als Ergänzung zur Installation der Bibliothek sind mir im Moment zwei Möglichkeiten bekannt:
    • 1) Man benutzt das Script „getwidevine.sh„. Dafür müssen einfach folgende Befehle auf der Kommandozeile ausgeführt werden:
      • wget www.sandrology.de/downloads/getwidevine.sh
      • chmod +x getwidevine.sh
      • ./getwidevine.sh
      • Das Script installiert automatisch die entsprechende Bibliothek für euren Odroid C2 und erzeugt gleichzeitig die komplette Konfiguration.
    • 2) Man benutzt das „inputstreamhelper“ Plugin. Dieses Plugin ist im „Amazon VOD“ Plugin ab Version „0.4.8“ von „Sandmann“ enthalten und wird automatisch installiert.
      • Falls die „libwidevinecdm.so“ Bibliothek fehlt, wird das Plugin automatisch aktiv und leitet euch interaktiv durch einen Prozess, der die Installation und Konfiguration für euch übernimmt.

 

In diesem Blogeintrag zeige ich euch die Möglichkeit, wie ihr einen Odroid C2 mit der aktuellen Alpha-Version des Mediacenters Kodi so einrichtet und konfiguriert, dass die Streamingdienste von Netflix, Amazon Prime und Sky Go ruckelfrei dargestellt werden.

Die hier gezeigten Schritte habe ich aus diversen Foreneinträgen und anderen Blogs zusammengetragen.

Wie bestimmt jeder weiß, kann es durchaus mühsam sein, sich durch hunderte Seiten Foren-Einträge durchzuwühlen um die passende Lösung zu finden.

Hardware:

  • ODROID C2
  • Passendes 2A Netzteil
  • Micro-SD-Karte
  • USB Adapter um Micro-SD-Karte beschreiben zu können
  • HDMI-Kabel
  • USB Hardware-Tastatur

Software:

Installation:

  • Zuerst müssen wir uns den USB-SD Creator und das LibreELEC Image herunterladen (siehe „Software“ Sektion oben).
  • Danach legen wir die Micro-SD-Karte in den USB-Adapter und stecken den USB-Stick an.
  • Nun können wir das Programm USB-SD-Creator starten und das heruntergeladene LibreELEC Image auswählen. Dazu einfach auf „Datei auswählen“ und Schritt 2 klicken. Der Schritt 1 erlaubt uns nicht eine Alpha-Version von Kodi auszuwählen und kann daher übersprungen werden.
  • Im Schritt 3 muss noch der passende Laufwerksbuchstabe des angesteckten USB-Sticks mit integrierter Mini-SD-Karte ausgewählt werden. Achtet bitte darauf, das richtige Medium auszuwählen um Datenverlust zu vermeiden!
  • Danach wird mit einem Klick auf „Schreiben“ im 4. Schritt das LibreELEC Image auf die Micro-SD-Karte geschrieben.
  • Wenn der Vorgang erfolgreich abgeschlossen wurde, kann USB-Stick sicher entfernt und die Karte entnommen werden.
  • Zum Schluss einfach die SD-Karte in den ODROID C2 stecken, Tastatur, Netz- und HDMI-Kabel anschließen und los geht es. Der ODROID C2 sollte nach einer kurzen Einrichtungsphase mit gestarteten Kodi betriebsbereit sein.

Danach kann es schon mit der eigentlichen Installation der Netflix, Amazon und SkyGo Plugins losgehen.

  • Zunächst wechseln wir in den Bereich „Add-ons“ direkt unter dem Punkt „Radio“.
  • Danach müssen wir die „Kodinerds Add-on“, „Netflix Addon“ und „Sandmann79s“ Repositories besorgen.
    • Diese Repositories können über den Punkt „Search“ gefunden und hinzugefügt werden.
  • Nachdem Hinzufügen können nun die einzelnen Plugins „Netflix“, „SkyGo“ und „Amazon VOD“ heruntergeladen und installiert werden.

Wichtig:

  • Damit die genannten Plugins funktionieren ist es unbedingt notwendig das Plugin „InputStream Adaptive“ aus dem Repository „RB Add-ons“ zu installieren. Es ist nicht ausreichend sich auf die Abhängigkeiten der Streaming-Addons zu verlassen.

Wem das auswählen und hinzufügen der Plugins zu kompliziert ist, kann sich das komplette Repository-Paket auch hier herunterladen.

Das Ganze geht auch direkt mit einem Terminal über eine SSH-Verbindung:

  • Dafür muss bei Kodi noch der „SSH-Server“ unter „Services“ aktiviert werden.
  • Danach können wir uns mit dem Tool „Putty“ verbinden. Die Benutzerdaten lauten zu unserem ODROID C2 Kodi lauten standardmäßig „root“ und als Passwort „libreelec“. Dieses kann mit dem Befehl „pwd“ geändert werden.
  • Das fertige Addon-Paket kann mit dem Befehl `wget http://sandrology.de/downloads/addons.zip` heruntergeladen werden.
  • Als nächstes mit „unzip addons.zip“ entpacken und den Inhalt nach „.kodi/addons“ verschieben.
  • Zum Schluss müssen die Streaming-Plugins noch entsprechend mit euren Benutzerdaten konfiguriert werden. Achtet auch darauf, dass als Playback Plugin „Input Stream“ verwendet wird.

Das war es auch schon. Bei Fragen und Anregungen benutzt gern die Kommentarfunktion.

Bitte achtet auf den Nachtrag vom 20.01.2018 oben im Artikel.

 

Banana Pi als NAS mit SATA-Port Multiplier betreiben

Wer seinen Banana Pi als NAS betreiben will, bekommt sehr schnell Schwierigkeiten den Speicherplatz zu erweitern. Schließlich hat der Banana Pi nur einen Sata-Port und deswegen ist es standardmäßig nur möglich eine Festplatte mit SATA-Anschluss anzuschließen.

Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit an den SATA-Port einen weiteren RAID-Controller anzuschließen über den mehrere SATA-Festplatten eingebunden werden können. Wie man das realisiert, werde ich im folgenden Blog-Eintrag zeigen.

Verwendete Hardware:

Syba Hardware Port Multiplier: Mit diesem SATA-Port-Multiplier ist es möglich einen SATA-Port auf mehrere Ports zu verteilen. Zusätzlich ist ein RAID-Controller integriert. Der verbaute Chipsatz ist JMB393.

„Festplatten-Rack“ Lian Li EX-36 für 3,5′ und 2,5′ Festplatten mit integriertem Lüfter: In diesem „Festplatten-Rack“ kann man verschiedene Größen von Festplatten sehr elegant und platzsparend verbauen. Die mitgelieferten Schrauben sorgen für optimalen Halt und sind dämmen Vibrationen. Weiterhin sorgt der integrierte Lüfter für ausreichend Kühlung.

Externe Stromversorgung für Festplatten und SATA-Port-Multiplier: Damit die Festplatten und der SATA-Port-Multiplier funktionieren, ist es natürlich notwendig diese mit ausreichend Spannung zu versorgen. Dies wird durch diese Netzteile gewährleistet.
Mit einem DELOCK Adapter Power SATA ist es möglich mit einem Netzteil gleich zwei Festplatten mit Spannung zu versorgen.
Der SATA-Port-Multiplier sollte allerdings mit einem eigenen Netzteil betrieben werden.

Verwendetete Software:

BananaPi Pro Jessie 4.2.6 mit PMP Support: Damit der SATA-Port Multiplier funktioniert, ist es notwendig, den Linux-Kernel zu patchen und neu zu kompilieren. Da es glücklicherweise schon vorgefertigte Images gibt, werde ich in dem Blog-Eintrag auf die detaillierte Erklärung zum Neukompilieren eines Kernels verzichten.

Installation:

Die Installation und Konfiguration des Banana Pi Betriebssystems ist auch sehr schnell erledigt.

  • Dazu downloadet man sich zunächst das vorgefertigte Image aus dem letzten Abschnitt und entpackt die Datei aus dem fertigen ZIP-Archiv
  • Die entpackte Image-Datei muss nun mit dem Tool „PhoenixCard Version 3.0.9“ auf eine SD-Karte geschrieben werden:
    1. Als erstes das Image für den Banana Pi und das Programm PhoenixCard herunterladen.
    2. Das rar-Archiv von PhoenixCard entpacken und die Datei „PhoenixCard.exe“ als Administrator starten.
    3. Die Micro-SD-Karte mit einem Klick auf „Format to Normal“ formatieren.
    4. Auf den Button „Img File“ klicken und das heruntergeladene Android Image „Banana.Pi.Pro.HTPCGuides.Installer.PMP.Jessie.4.2.6.img“ auswählen
    5. In der Sektion „Write Mode“ den Radio Button „Startup Mode“ auswählen. Diese Einstellung ist sehr wichtig, da sonst das gebrannte Image nicht bootet.
    6. Auf den Button „Burn“ klicken und PhoenixCard sollte mit dem Schreiben des Images auf die SD-Karte beginnen.
    7. In der unteren „Option“-Ausgabebox sollte nach erfolgreichen Schreiben die Meldung „Magic Complete“ erscheinen.
    8. Die SD-Karte entfernen und in den Banana Pi einlegen
  • Nachdem das System erfolgreich gestartet ist, kann man sich über „ssh“ anmelden. Natürlich sollte der Banana Pi vorher in das Heimnetzwerk integriert werden.
    Der Benutzername für die SSH-Anmeldung lautet „root“ mit dem dazugehörigen Passwort „htpcguides“.
  • Nun ist es abschließend noch notwendig, das Kernel-Modul, das für den Betrieb des SATA-Port Multipliers sorgt, zu aktivieren. Dafür öffnet man die Datei „ahci-sunxi.conf“ mit folgendem Befehl:
    $ nano /etc/modprobe.d/ahci-sunxi.conf
  • In diese Datei trägt man folgende Zeile ein:

    options ahci-sunxi enable_pmp=1
  • Und speichert die Datei mit STRG+O.
  • Abschließend muss der Banana Pi nur noch neu gestartet werden:$ reboot

Nun kann der SATA-Port Multiplier mit einem SATA-Kabel mit dem SATA-Port des Banana Pis verbunden werden. Außerdem sollte ein externes Netzteil der Port Multiplier mit Spannung versorgen. Dass dieser funktioniert, erkennt man an mehreren leuchtenden LEDs.

Anschließend können Festplatten in das Gehäuse verbaut und mit dem Port Multiplier verkabelt werden. Ich empfehle, den Banana Pi bei der Verkablung vom Strom zu trennen und erst danach wieder zu starten.

Wenn alles richtig installiert und konfiguriert wurde, sollten die Festplatten dem mit Befehl

$ fdisk -l

aufgelistet werden.

Bei Fragen nutzt gern die Kommentar-Funktion :-).

Jan Böhmermann Neo Magazin Royal vom 31.03.2016. ZDF zensiert Gedicht über Erdogan

Zunächst dachte ich es handelt sich um einen schlechten April-Scherz als das ZDF verkündete, dass das satirische Gedicht von Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Erdogan aus der Mediathek und sämtlichen YouTube-Videos zu löschen.

Allerdings handelt es sich wohl leider nicht um einen Scherz, sondern um die Tatsache, dass das ZDF hier die gleiche Zensur betreibt, die in der Türkei vorherrscht.

Erst vor kurzem wurde die Pressefreiheit in Deutschland hoch gelobt als man sich über Erdogan lustig machte, weil er den deutschen Botschafter einbestellt hatte, nachdem das Satire-Magazin Extra 3 einen kritischen Song über ihn veröffentlicht hatte.

Die pure Heuchelei.

Für alle, die sich das Video dennoch komplett anschauen wollen – ab Minute 11:30 beginnt der Beitrag über Erdogan: